Bunt, Laut, Queer

Shownotes

In dieser Folge von Pods Blitz dreht sich alles um queere Jugendarbeit, den Pride Month und die Frage: Warum ist er auch heute noch wichtig? 🌈

Gemeinsam mit Selina von Outreach, Sozialarbeiterin und Mitarbeiterin aus der queeren Jugendarbeit in Berlin Steglitz-Zehlendorf sprechen wir darüber, was der Pride Month eigentlich bedeutet, welche Herausforderungen queere Jugendliche im Alltag erleben und warum sichere Orte und Unterstützung so wichtig sind.
Außerdem geht es um Vorurteile, Sichtbarkeit und darum, wie jede und jeder dazu beitragen kann, dass sich alle Menschen akzeptiert und willkommen fühlen.

Eine Folge über Vielfalt, Respekt und den Mut, einfach man selbst zu sein.

Transkript anzeigen

00:00:00: Regenbogen flaggen, bunte Paraden, Musik glitzer.

00:00:04: Das verbinden viele mit dem Pride Month der am dreißigsten Juni offiziell zu Ende gegangen ist.

00:00:09: aber steckt er eigentlich noch mehr dahinter?

00:00:11: Warum gibt es den Pride Month überhaupt und braucht es ihn heute eigentlich noch?

00:00:16: Und wie ist das eigentlich heute als Queerer Jugendlicher in Berlin aufzuwachsen?

00:00:20: genau darüber sprechen wir heute denn auch wenn sich in den letzten Jahren einiges verändert hat erleben viele queere Jugendliche noch immer Ausgrenzung Vorurteile oder das Gefühl, sich nicht überall so zeigen zu können wie sie wirklich sind.

00:00:33: Umso wichtiger sind Orte an denen Sie einfach selbst sein können.

00:00:36: Welche Orte das sind?

00:00:38: Welche Unterstützung es gibt und warum Queere Jugendarbeit mehr ist als nur ein Treffpunkt – Das erfahren wir in der heutigen Folge von Potsplits!

00:01:02: Hallo und herzlich willkommen bei Portsplits.

00:01:05: Hier geht es um Themen, die euch betreffen.

00:01:07: Ich bin Maxim vom Jugendaktionsmobil JMSZ Und heute dreht sich alles in den Pride Month und queere Jugendarbeit.

00:01:14: Was bedeutet der Pride Month eigentlich?

00:01:16: Warum ist er für viele Menschen so wichtig?

00:01:18: Und was macht queere jugendarbeit konkret gerade für Jugendliche?

00:01:22: Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen habe ich mit Selina von Outreach Sozialarbeiterin und Mitarbeiterinnen aus der queeren Jugendarbeit in Steglitz-Zehlendorf gesprochen.

00:01:32: Gemeinsam sprechen wir über Sichtbarkeit, Akzeptanz, sichere Räume und darüber warum es manchmal einen Ort braucht an dem man einfach so sein kann wie man ist.

00:01:41: Jetzt aber genug von mir.

00:01:42: viel Spaß mit dem Interview!

00:01:45: So herzlich willkommen zu unserem Podcast Potsplits.

00:01:50: Wir senden hier live.

00:01:51: Na gut wir senden nicht live Aber wir zeichnen auf im Boulevard Auf der Schlossstraße.

00:01:57: Es ist ein unglaublich heißer Tag.

00:01:59: Deswegen bin ich sehr froh, dass mein Gesprächsgast es hier her geschafft hat.

00:02:06: Trotz der krassen Hitze draußen!

00:02:09: Wir sitzen hier glücklicherweise in einem wohl temperierten Raum und ja... Ich freue mich auf jeden Fall das wir jetzt nur Zeit haben miteinander zu quatschen.

00:02:20: Wir sind aktuell im Pride Month und das ist auch so grob der Rahmen, in dem sich unser heutiges Gespräch bewegen wird.

00:02:31: Vielleicht magst du kurz dich selbst vorstellen mit deinem Namen wenn du möchtest und was du so machst.

00:02:38: Hallo, ich bin Selina.

00:02:40: Vielen Dank erst mal für die Einladung!

00:02:42: Ich freue mich voll dass sich hier heute dabei sein darf.

00:02:45: Ich bin in der Tätigkeit einer Sozialarbeiterin angestellt im Bezirk Stiglitz-Zehlendorf hier in Berlin und arbeite im Bereich der queersensiblen Jugendarbeit.

00:02:58: Genau

00:02:58: okay jetzt sind wir schon voll im Thema.

00:03:01: was bedeutet queersensible Jugendarbeit?

00:03:06: Das bedeutet soziale Arbeit mit dem Fokus auf Jugendliche, die queer sind und oder sich für die Themen der Queerness interessieren.

00:03:18: Und sich da so ein bisschen finden ausprobieren kennenlernen möchten.

00:03:26: Okay in welchem Rahmen macht ihr das genau?

00:03:29: Also habt ihr eine Einrichtung oder gewisse Zeitslots wo es quasi um dieses Thema geht.

00:03:37: Wie läuft das genau bei euch ab?

00:03:39: Bei uns ist das so, dass wir... zwei Tage pro Woche haben, an welchen wir verschiedene Angebote in unserer kleinen aber feinen Einrichtung für die Jugendlichen haben.

00:03:52: Das bedeutet wir haben zum Beispiel eine Lerngruppe für queere Jugendliche wo sie sich treffen können um gemeinsam Hausaufgaben zu machen und oder für die Schule zu lernen und sich gegenseitig austauschen können über Schule aber natürlich so wie immer auch über andere Themen und wir versuchen da bestmöglich zu unterstützen und haben auch an einem anderen Tag in der Woche einen offenen Treff.

00:04:16: Das bedeutet, dass wir offene Türen haben und die Jugendlichen, die sich von unserem Angebot angesprochen fühlen vorbeikommen können für ein paar Stunden am Nachmittag- und frühen Abend und bei uns einfach ihre freie Zeit abhängen können.

00:04:35: Wir kochen manchmal... Es gibt Momente da, spielen wir Basketball oder machen Sport.

00:04:42: An einigen Tagen geht es aber auch einfach nur um Austausch mit uns den Fachkräften und untereinander.

00:04:50: Das ist so primär unser Angebot was wir in diesem kleinen Raum anbieten können.

00:04:58: Darüber hinaus haben wir auch mobile Angebote im Bezirksstegler Zierendorf, sind immer wieder unterwegs und versuchen damit dann auch Jugendlicher zu erreichen die vielleicht auch nicht immer die Gelegenheit haben zu uns in den Raum zu kommen.

00:05:15: Und vielleicht auch an anderen Orten hier in diesem doch sehr großen Bezirk leben durch Kreativangebote wie zum Beispiel so Do It Yourself Buttons Queer Themen sichtbarer zu gestalten und da auch so Möglichkeiten für einen Austausch mit uns und anderen Jugendlichen, die sich da irgendwie wiederfinden zu gestalten.

00:05:39: Hi!

00:05:40: Ich bin Leo und bin hin- und wieder beim Club mit Celina Stamm.

00:05:47: Und ich beantworte jetzt einfach mal ein paar Fragen.

00:05:51: zum ersten Was wünschst du dir damit queere Jugendliche sich im Alltag wohl erfühlen?

00:05:57: Ich würde mir vor allem wünschen, dass es die Anlaufstellen, die es für queere Jugendliche gibt, dauerhafter geben würde und man sich jedes Jahr neu Sorgen machen muss.

00:06:09: Also im Dezember ob der Safe Space zum Beispiel der Club im nächsten Jahr nicht mehr existiert weil das ja so ein Ding ist, dass das halt jedes Jahr auf der Kippe steht ob die Projekte weiter geführt werden.

00:06:23: Ich würde sagen, das ist einer der Punkte wo man sich als queerer Jugendlicher im Alltag wohler und sicherer fühlen würde.

00:06:29: Wenn man wüsste dass es die Safe

00:06:32: Spaces geschaffen wurden auch weiterzugeben wird.

00:06:38: Spannend!

00:06:40: Jetzt müssen wir glaube ich vielleicht erstmal so ein paar Begrifflichkeiten für uns klären weil wir ja auch davon ausgehen müssen dass uns paar Leute zuhören die vielleicht gar nicht so stark in der Thematik drin sind.

00:06:51: was bedeutet denn Queerness genau?

00:06:54: oder was bedeutet das für dich?

00:06:55: Es ist ja wahrscheinlich ein sehr breiter Begriff auch.

00:06:58: Das ist ein sehr Breiterbegriff.

00:07:01: Manche sagen, dass es so eine Art Regenschirmbegriff weil er verschiedene Begriffe so zusammenfasst Versucht einfache zu sagen.

00:07:13: bedeutet das das ist ne Zusammenfassung an verschiedenen Begriffen rund um sexuelle und geschlechtliche Identität und Vielfalt ist.

00:07:27: Das bedeutet zum Beispiel schwul sein, lesbisch sein eine nonbinäre Identität zu haben sich irgendwie in der Geschlechtsidentität fluide zu bewegen sich irgendwie in seiner Sexualität neu zu entdecken und zu finden.

00:07:48: Und genau, diese eine Begriff versucht das alles so ein bisschen zu bündeln und vor allem herauszustellen dass all diese Identitäten und Orientierungen nicht in der gesellschaftlichen Norm liegen und meistens auch deshalb so'n bisschen unsichtbar sind oder Diskriminierung erfahren.

00:08:18: Die Jugendlichen, die zu euch kommen sind sie auch also in dem Sinne selber queer oder interessieren Sie sich für das Thema generell?

00:08:29: Weil ich würde jetzt mal denken es ist ja auch immer noch nicht so einfach sich zur Outen quasi im Rahmen einer sexuellen Identität Orientierung außerhalb der Norm würde ich jetzt mal behaupten dass es immer noch sehr schwierig ist insbesondere für junge Menschen.

00:08:49: Deswegen würde mich mal interessieren, sind die Jugendlichen also bezeichnen sie sich selber als Queer oder sind die so... Wir haben den Begriff schon einmal gehört klingt spannend.

00:09:00: was ist das?

00:09:01: Oder ist es so schon gelabelt?

00:09:05: Ich würde sagen die meisten Jugendlichen die unser Angebot aufsuchen sind sehr offen in unserem Raum und bezeichnet sich dort selber als queer.

00:09:17: Ich weiß aber, dass das für einige der Jugendliche zum Beispiel nicht in jedem Lebenskontext so möglich ist.

00:09:23: Also es gibt auch Räume wie z.B.

00:09:26: Schule oder teilweise auch das Elternhaus da Petiteln und identifizieren einige der Jugendlichen sich nicht als Queer weil sie sich nicht sicher genug fühlen.

00:09:40: Genau bei uns ist da einen anderen Rahmen vielleicht geschaffen oder eine andere Offenheit gegeben.

00:09:46: Es bedeutet aber auch nicht, dass alle Jugendliche die uns besuchen queer sein müssen.

00:09:52: Ich finde es voll wichtig das es auch gerade in jungen Jahren die Möglichkeit gibt sich irgendwie ja selber auch zu finden auszuprobieren und zu überlegen so wo stehe ich wer bin ich was mag ich, was gefällt mir?

00:10:10: vielleicht nicht so gerne.

00:10:11: Und deshalb sind wir auch für alle offen die sich da noch nicht ganz im Klaren darüber sind sondern einfach eine gewisse Sensibilität für die Themen und ja auch so die Besonderheit der Themen mitzubringen.

00:10:30: Wie jung sind denn die Menschen hier zu euch kommen?

00:10:33: Die meisten sind zwischen Dreizehn und achtzehn Jahre alt.

00:10:41: Es gibt einen Teil an Jugendlichen, die uns aber eher punktuell besuchen, die so Anfang Mitte zwanzig sind also schon ein bisschen älter genau.

00:10:50: Aber so die Kerngruppe ist zwischen dreizehn-und achtzehnt Jahre alt.

00:10:56: Das ist ja auch die Zeit wo man zur Schule geht und Schule ist ja generell so ein sozialer Kontext was ja... Also es ist ja irgendwie auch im Feld, wo es ein bisschen um Identitäten geht.

00:11:09: Wo man sich auch irgendwie in einer Gruppe zugehörig fühlt.

00:11:15: Welche Rolle würdest du denn sagen spielt deine Schule so als sozialer Kontext für Akzeptanz von Queerness?

00:11:25: Eine sehr große Rolle würde ich sagen.

00:11:27: die meisten Kinder und Jugendlichen sind den Großteil ihres Tages zumindest unter der Woche in der Schule Und diesem Kontext dadurch ja auch so ein bisschen ausgeliefert.

00:11:43: Viel passiert dort, es ist ein großer Einflussfaktor in deren Alltag und leider auch einen Ort wo glaube ich viele jugendliche nicht-so-schöne Erfahrungen machen wenn wir von queern erst sprechen Wie offen kennst du?

00:12:00: In der Schule oder im Freundeskreis zu selber sein?

00:12:04: Ich muss ehrlich sein in der Schule ganz guten Glück, dass ich eine sehr ungere Schule erwischt habe und auch dort nach meinem Outing einfach weiter gut behandelt wurde.

00:12:18: Und mit meinen neuen Namen unter den richtigen Pronomen angesprochen wurde und das einfach so akzeptiert wurde und ich halt ich sein kann und bei meinem Freundeskreis ist es sehr ähnlich.

00:12:32: also ich glaube ich kann da ganz gut Ich Sein Aber ich weiß halt nicht, wie das für andere ein Bücher ist.

00:12:42: Hast du das Gefühl, dass an deiner Schulung die über Quere-Gefähle gesprochen wird?

00:12:47: Ich würde sagen nein!

00:12:49: Wir haben nie über grühere Themen gesprochen.

00:12:52: Wir haben einmal in Sexualität darüber gesprochen, dass es pure Menschen gibt aber danach nie wieder und... Auch nicht im Geschichtsunterricht oder so, auch im Sinne vom Nationalsozialismus.

00:13:06: Das muss nicht wohl ihr Opfer waren und genau.

00:13:09: also ich habe überhaupt nicht das Gefühl dass in der Schule über queere Themen gesprochen wird und wenn nicht in dem Sinne wie es ich denke die jünglich gebrauchen würde.

00:13:19: mit Aufklärung was sind verschiedenen verschiedene Sexualitäten?

00:13:26: Was ist es queer zu sein?

00:13:32: Mit welchen Problem oder Herausforderungen kommt denn die Jugendlichen zu euch?

00:13:38: Was für Geschichten hört ihr da, wenn die Jugendlichkeiten zu euch kommen?

00:13:44: Ganz unterschiedliche Geschichten.

00:13:47: Einige der Jugendliche befinden sich gerade in sehr intensiven, auch emotionalen... herausfordernden Prozessen rund um ihre eigene Identität.

00:13:59: Und Identitätsfindung bedeutet zum Beispiel, dass wir Jugendliche haben die trans sind und gerade für sich versuchen herauszufinden.

00:14:11: passt das mir bei der Geburt zugeschriebene Geschlecht zu?

00:14:14: mir fühle ich es überhaupt irgendwie eine Frau oder ein Mädchen zu sein, fühle ist vielleicht viel mehr an Mann zu sein.

00:14:24: Wie kann ich mich damit identifizieren?

00:14:27: Was bedeutet das für mich und meinen Namen usw.

00:14:31: Solche Themen sind irgendwie oft relevant, dann gesellschaftliche Themen.

00:14:38: wie stehe ich mit dieser Identität innerhalb der Gesellschaft, wie kann ich durch den Alltag gehen in verschiedensten Lebenskontexten wie eben Schule oder auch gegenüber meinen Eltern oder Verwandten fremd Menschen auf der Straße.

00:14:58: Viele machen auch nicht so schöne Erfahrungen in der Schule, das ist bei uns auch häufig Thema dass die Jugendlichen aufgrund ihrer Identität und oder Orientierung Diskriminierungserfahrungen machen.

00:15:11: und ja da bieten wir dann irgendwie die Gelegenheit darüber zu sprechen in den Austausch zu gehen und zu schauen wie finden wir da auch einen Umgang damit gucken, wie wir die vielleicht auch stärken können so ein bisschen wenn die negative Erfahrungen machen.

00:15:31: Genau dann Eltern sind natürlich auch immer eine Herausforderung sowie bei allen Jugendlichen immer würde ich mal behaupten.

00:15:39: Das ist ja irgendwie auch ne spannende Lebensphase.

00:15:41: da geht es ja viel um so Findung und Entwicklung, Herausforderung und ja auch so'n bisschen vielleicht auch die Distanzierung hier und da von den eigenen Eltern.

00:15:54: Man ist ja so ein bisschen rebellisch hier und dort, das hat natürlich bei uns immer irgendwie eine Präsenz.

00:16:02: Und sonst gibt es sehr alltägliche Herausforderungen, die viele Menschen glaube ich auch unabhängig von der Lebensphase Jugend erfahren.

00:16:13: wie fühle ich mich?

00:16:15: Was beschäftigt mich gerade?

00:16:18: Welche Menschen finde ich irgendwie interessant und anziehend?

00:16:21: Was nervt mich total?

00:16:24: Solche Dinge, so sehr alltägliche Themen teilweise auch.

00:16:27: Ja und Social Media natürlich und Internet auch immer wieder Themen die auch mit Herausforderungen einhergehen.

00:16:36: Das wäre jetzt tatsächlich meine nächste Frage gewesen.

00:16:38: Social media ist ja omnipräsent auf jeden Fall und mittlerweile gibt es ja schleichende Übergänge zur realen Welt.

00:16:48: Inwiefern spielt Social Media eine Rolle bei dieser, also auf der einen Seite Identitätskonstruktion und vielleicht auch gute Vorbilder finden hierfür.

00:16:58: Und auch Diskriminierung beziehungsweise irgendwie nochmal die Bestätigung oder Bestärkung des Gefühls ich bin irgendwie anders und nicht enorm entsprechend.

00:17:09: Also was erlebst du da?

00:17:14: Wenn... Die Jugendlichen sich vielleicht nicht ganz so der Norm entsprechend fühlen, dann kann Social Media und diverse Plattformen und Kanäle da eine schöne Gelegenheit bieten gleichgesinnte zu finden.

00:17:29: Und sich irgendwie in einem doch eher teils anonymen Rahmen auch über eigene Erfahrungen und Ängste sorgen Gedanken auszutauschen.

00:17:41: Und das erlebe ich zu Teil in Bereichen für die jungen Menschen.

00:17:46: Aber andererseits hatten mir Jugendliche auch erst gestern davon berichtet, dass sie trotz dieser wertvollen Seite von Social Media mit negativen Aspekten konfrontiert sind, wie z.B.

00:18:02: Hasskommentare entweder unter Videos und Beiträgen die Sie von anderen Menschen sehen den sie folgen weil sie die eben inspirieren finden oder aber auch Hasskommentare denen sie selber auf ihren eigenen Accounts ausgesetzt sind oder aber dass einige der Jugendlichen bei uns gar nicht ihre ganze Identität oder ihre sexuelle Orientierung beispielsweise, oder ihre Geschlechtsidentität preisgeben online weil sie eben Angst vor so Diskriminierungserfahrungen im Netz haben.

00:18:38: Also es hat ein bisschen beide Seiten.

00:18:40: Es kann einerseits sehr wertvoll sein für die jungen Menschen Weil Sie vielleicht dadurch das Gefühl erlangen können nicht komplett alleine zu sein und andererseits aber auch diese Schwierigkeit sehen Dadurch mit weniger schönen Kommentaren und Hass irgendwie zu tun haben.

00:19:04: Ein anderes spannendes und auch sehr schwieriges Thema, was du gerade angesprochen hast finde ich der Umgang mit den eigenen Eltern.

00:19:11: Also es ist ja generell schwierig sich gegenüber den eigenen Eltern zu behaupten würde ich jetzt mal sagen Und eine eigene Identität zu gestalten irgendwie zu sehen, wo gibt es Überschneidungen?

00:19:25: Wo sind die Unterschiede?

00:19:28: Wer bin ich und ein gesunder erwachsener Umgang damit.

00:19:38: Würdest du sagen also gelingt das den Jugendlichen auch?

00:19:41: oder mit welchen Schwierigkeiten haben sie da zu kämpfen?

00:19:44: weil ich glaube dass ist ja wahrscheinlich auch sehr unterschiedlich.

00:19:48: Das ist sehr unterschiedlich und auch stark davon abhängig in welchem Elternhaus oder mit welchen Elternteilen Jugendlichen aufwachsen, wo die Eltern ihre eigenen Wertevorstellungen haben.

00:20:05: Also was haben sie vielleicht für Wünsche für ihre eigenen Kinder?

00:20:10: Wo sind Ihre Ideale... Ja es gibt.

00:20:16: Jugendliche haben Eltern, die sehr unterstützend sind.

00:20:21: Und ja es ist irgendwie schön zu sehen dass da unabhängig von Fachkräften wie jetzt beispielsweise uns oder Freundinnen oder anderen Bezugspersonen teilweise doch auch im schulischen Kontext Menschen da sind, die ein offenes Ohr haben und Ja, die jungen Menschen bei allem unterstützen und irgendwie zur Seite stehen was sie gerade beschäftigt.

00:20:50: Und da irgendwie auch in Ordnung damit sind dass sich die Jugendlichen ausprobieren wollen und vielleicht gerade so ein bisschen hin und her schwimmen und schauen möchten wer sie sind wo sie sein möchten.

00:21:04: es gibt aber leider auch andere Erfahrungen die uns Jugendliche mitteilen mit mehr Herausforderungen konfrontiert, die die Jugendlichen erleben.

00:21:15: Zum Beispiel dass sie gegenüber ihren Elternteilen in ihrer queeren Identität gar nicht sichtbar sein können weil sie sonst Ausgrenzung erleben würden, die Eltern würden nicht mehr mit ihnen sprechen, sie nicht mehr als ihre Kinder sehen vielleicht sogar bestrafen.

00:21:37: Ja, das kreiert natürlich Ängste und Sorgen.

00:21:40: Und deswegen behalten einige Jugendliche die uns besuchen ihre queere Identität zumindest im Rahmen des älterlichen Kontext so für sich und können damit gar nicht so offen umgehen.

00:21:55: ja und das hören wir doch auch immer wieder mal Das ist gar nicht ungewöhnlich leider.

00:22:01: Was ratet ihr dann den Jugendlichen?

00:22:03: Also gibt es irgendwie Handlungsmöglichkeiten in dem Bereich?

00:22:11: Ja, die gibt es.

00:22:13: Wir legen vor allem in unserer Arbeit den Fokus darauf, die Jugendlichen in sich zu stärken damit sie auch wenn sie Einschränkungen zum Beispiel durch die Eltern erfahren zumindest mit sich selber besser umgehen können und da eine klare Position haben.

00:22:31: Und sich irgendwie auch nicht davon verunsichern lassen, überlegen natürlich auch oft gemeinsam wie können gewisse Themen rundum sexuelle und geschlechtliche Vielfalt angesprochen werden im älterlichen Kontext?

00:22:45: Wie können Sätze vielleicht formuliert werden?

00:22:48: Wie kann wir die Eltern auch ganz langsam und ohne dazu doll voranzutreten irgendwie sensibilisieren bringen da auch immer eine Offenheit mit, dass Eltern mit uns in Kontakt treten können.

00:23:01: Manchmal kann das ja auch helfen, dass die Jugendlichen diese Kämpfe nicht alleine austragen sondern wir da so ein bisschen als Puffer dazwischen stehen und die dahingehend unterstützen.

00:23:14: Ja ganz unterschiedlich sieht das dann aus wie wir da Unterstützung anbieten aber am Ende des Tages ist es leider nicht die Garantie dafür zum positiven Wänden für die Jugendlichen und letztendlich haben wir das leider dann auch nicht so in der Hand.

00:23:32: Hatte dir schon mal so ein Elterngespräch?

00:23:35: Wir hatten bisher noch kein solches Elterngespräch, sondern eher die positive andere Seite an Eltern, die uns sehr zugewandt waren Findung und oder die bereits gefunden Identität und Orientierung ihrer Kinder Bescheid wussten, und eher proaktiv und wohlwollend auf uns zugegangen sind.

00:23:57: Und ihre Kinder dabei unterstützen, uns auch aufzusuchen.

00:24:01: im Angebot ja.

00:24:03: Die sind dann wahrscheinlich auch einfacher zu erreichen?

00:24:06: Die sind einfacher Zu erreichen das stimmt und für uns gleichzeitig natürlich auch einfach schön zu erleben dass Ja, die Jugendlichen, die uns da besuchen auch Unterstützung von ihren Eltern erfahren dürfen.

00:24:23: Jetzt befinden wir uns ja gerade im Pride Month.

00:24:27: vielleicht sollten wir darüber mal kurz sprechen.

00:24:30: was bedeutet denn der Pride Month für dich persönlich?

00:24:34: Für mich persönlich?

00:24:37: viele bunte Fähnchen und Farben überall in der Stadt hier in Berlin zumindest sichtbar fällt mir besonders auf, weil die in vielen anderen Monaten des Jahres gar nicht so offensichtbar sind.

00:24:52: Zumindest nicht an Orten, die nicht explizit queer ausgewiesen sind normalerweise.

00:24:58: Es bedeutet für mich, die Chance Sichtbarkeit zu schaffen für queere Menschen in der Gesellschaft und auch die Themen innerhalb der Gesellschaft zu platzieren und darauf aufmerksam zu machen dass Ja, queere Menschen ein Teil der Gesellschaft sind.

00:25:19: und ja es ist irgendwie auch schön dass während des Pride Month besonders viele Angebote kulturelle Veranstaltungen explizite Theateraufführungen auch spezielle Angebote nochmal für Kinder- und Jugendliche da sind die sexueller und geschlechtlicher Vielfalt mehr Raum geben.

00:25:42: Und ich würde mir glaube, wünschen dass das aber eigentlich nicht nur im Pride Month so ist sondern das ganze Jahr über mehr platziert wird.

00:25:50: Das wäre meine Wunschvorstellung.

00:25:52: also es der Pride Month zum einen ja mit was bestärkendem verbunden zum anderen hängt auch so ein bisschen Hoffnung drin dass er vielleicht eines Tages die Realität und Norm immer wird außer in diesem einen speziellen Monat.

00:26:13: Ja, auch so ein bisschen die eigene Chance mit unseren Jugendlichen da noch mal ein bisschen feierlicher glaube ich.

00:26:20: Mit der Queerness umzugehen.

00:26:26: Was gibt es denn für Veranstaltungen oder vielleicht Programme, die du empfehlen könntest?

00:26:30: Oder von denen du mitbekommen hast?

00:26:34: Es gibt zum Beispiel im Zuge des Christopher Street Days, der Ende Juli in Berlin stattfindet.

00:26:42: Explizite Veranstaltungen für junge Menschen und Jugendliche die im Rahmen dieses Wochenendes stattfinden wie zum Beispiel einen ruhigen Raum der angeboten wird für Jugendliche am Rande der Laufstrecke des Christopher street days oder aber auch verschiedenste Kreativangebote, die oft auch nochmals den Kontext so setzen, dass Jugendliche da ihre queere Identität auch so visuell kreativ ausleben können.

00:27:13: Ja es gibt eine ganz tolle Seite, die heißt Queerejugend Berlin.

00:27:17: das wäre jetzt explizit für Jugendliche hier in Berlin.

00:27:19: Da finden sich nicht nur jetzt im Pride Month, sondern immer aber natürlich auch explizit.

00:27:25: Jetzt gerade ganz viele Veranstaltungsangebote wo Jugendliche die sich da angesprochen fühlen einfach so über die Website scrollen können und ja schauen können was in ihrem Keats in ihren Bezirk für sie gerade angeboten wird.

00:27:38: und das sind auch ganz viele tolle unterschiedliche sehr empauernde Angebote mit dabei für Jugendliche jeden all das würde ich sagen

00:27:49: gibt es so bestimmte Vorbilder, Rollmodels.

00:27:53: Wo du sagen würdest die... Also haben einen großen Einfluss bzw tragen viel bei zur Sichtbarkeit unterschiedlicher geschlechtlicher Identitäten.

00:28:06: wo du sagen würde es ja also ist cool wenn Jugendliche denen folgen sozusagen.

00:28:15: Ja ohne jetzt so explizite Personen oder Namen zu nennen denke ich dass viele der Vorbilden Jugendliche haben aus dem kulturellen Bereich kommen, gerade auch so im Bereich Musik viele verschiedene Künstlerinnern die entweder offen mit ihrer Identität und oder sexuellen Orientierung umgehen.

00:28:39: Und dadurch einfach Sichtbarkeit erzeugen, die teilweise auch in ihren musikalischen Texten queerness ansprechen eigene Erfahrungen teilen Ja, aber auch Schauspielerinnen die durch Öffentlichkeitsarbeit Präsenz in verschiedensten Filmen und oder Serien irgendwie Platz dafür schaffen.

00:29:03: Und ja ich denke gerade auch so im Rahmen Serien dass so verschiedenste schulisch kontextualisierte Serien wie zum Beispiel Heartstopper da auch so Vorbild sein kann wo es um sie verschiedenste Jugendliche geht.

00:29:21: in der Serie, die alle so ein bisschen im Identitätsfindungsprozess sind.

00:29:26: Sich ausprobieren viel auch über Gefühle gesprochen wird, die damit auf dein Hergehen über Unsicherheiten und das auf eine sehr liebevolle Art und zugängliche Weise.

00:29:38: Genau sowas ist glaube ich oft auch Vorbildfunktion für Jugendliche.

00:29:46: Etwas ältere Person, die offen mit ihrer eigenen Queerness umgehen könnte auch wunderbare Vorbilder sein.

00:29:55: Wie läuft das denn genau ab?

00:29:57: Also ich versuch mich jetzt so ein bisschen in die Lage von einem vierzehn- und fünfzehnjährigen zu versetzen und stelle mir jetzt irgendwie vor... Ich bin irgendwie anders als meine Klassenkameraden.

00:30:13: Ich interessiere mich für andere Dinge, ich kleide mich auch irgendwie anders.

00:30:21: Was gibt es sozusagen?

00:30:23: Also was gibt es für Angebote für mich?

00:30:26: mit wem könnte ich mal sprechen?

00:30:28: wie also wie würde ich zu euch finden?

00:30:33: Unser Angebot ist wie viele andere explizit Queersensible Angebote für Jugendliche und junge Menschen in Berlin über verschiedene Plattformen aufzufinden, beispielsweise über die Seite des queeren runden Tisch im Bezirk hier an Steglitz-Zehlendorf.

00:30:53: Da sind wir auch gelistet ersichtlich, dass wir uns an junge Menschen richten weil es oft Angebote auch gerade für ältere Menschen gibt und es gar nicht so häufig ist das sich queere Angebote an die Jüngeren der Gesellschaft richten.

00:31:10: Dann wie vorhin schon erwähnt die Seite Queerer Jugend Berlin, die auch ganz viele verschiedene Angebote an Jugendliche in Berlin richtet und ich denke die Seite ist auch relativ einfach durch Suchmaschinen auffindbar Social Media Kanäle wie etwa Instagram.

00:31:28: Wir sind auch mit klassischen gedruckten, altmodischen Plakaten an der einen oder anderen Schule hier im Bezirk vertreten um auf uns und unser Projekt aufmerksam zu machen ja versuchen einfach so ein bisschen durch Mundpropaganda bekannt zu machen dass es uns gibt das wir da sind und hoffen natürlich Das und auch diese mobilen Angebote, die wir hinbezirk haben mit der Zeit einfach ganz viele Jugendliche erreicht.

00:31:55: Damit sie uns im Hinterkopf haben falls sie eben zu Hause sitzen und merken ich fühle mich irgendwie anders.

00:32:03: was ist da los?

00:32:04: Ich möchte damit wie im Sprechen der sich vielleicht ein bisschen besser auskennt oder andere treffen denen es vielleicht genauso geht.

00:32:12: So kann man uns, glaube ich finden.

00:32:14: Also auf verschiedensten Kanälen von altmodischen Medien bis hin zu Social Media ja vielleicht jetzt auch über dem Podcast

00:32:23: Vielleicht.

00:32:24: Schauen wir mal.

00:32:26: Gibt es dann so eine persönliche Erfolgsgeschichte im Rahmen deiner Arbeit die du irgendwie teilen möchtest oder einen bestimmten Moment wo du sagen würdest okay genau deswegen mache ich das.

00:32:40: Ja, zum Beispiel hatten wir bei uns im Team einer Jugendlichen Person vor einiger Zeit geholfen einen Brief zu verfassen um sich in der Schule zu outen.

00:32:51: In ihrer nicht binären Identität und ja uns dafür irgendwie Zeit genommen.

00:32:57: das war schön dass es letztendlich dazu geführt hat dass die Personen jetzt im schulischen Kontext viel offener mit sich und ihre Identität umgehen kann.

00:33:09: Ja, auch einfach glaube ich so diese ganzen kleinen Momente jeden Tag wo durch verschiedenste Gespräche Austausch-Aktionen vielleicht auch das eigene sein als Fachkraft.

00:33:23: So verschiedene bestärkende Perspektiven mitgegeben werden können die manchmal sehr klein scheinen aber die glaub ich so wichtig sind im Alltag.

00:33:32: und Ja, auch einfach verschiedenen Jugendlichen durch unser Beratungs- und Sprechstundenangebot.

00:33:39: Auch den Raum zu geben mit ihren Problemen und Sorgen aufeinander uns heranzutreten und da einfach auch gehört zu schenken.

00:33:46: Ich glaube das ist auch ganz oft unterschätzt wie wichtig es ist wenn Menschen einfach zuhören.

00:33:54: Wann ist denn eure Sprechtunde?

00:33:56: Wir haben Dienstags von vierzehn bis achtzehn Uhr Sprechedunde bei uns Und ja, die läuft aktuell nur mit Terminvereinbarungen.

00:34:06: Das bedeutet Jugendliche müssten uns vorher kontaktieren damit wir auch so ein bisschen wissen was für Themen erwarten uns da?

00:34:14: und dann sind wir aber da und laden die Jugendlichen zu uns ein oder bieten die Sprechstunde auch digital an falls der Wunsch danach ist oder auch telefonisch und dann hören wir uns Sorgen größere, kleinere, aktuellere, weniger aktuelle Themen an und gucken was machen wir jetzt damit?

00:34:34: Ja wie können wir da mit umgehen so dass es der jungen Person die uns dagegen übersetzt potenziell besser geht nach diesem Gespräch.

00:34:59: darüber Judgen oder das einfach zu muss achten, sondern versucht wird richtigen Namen nur zu genutzen selbst wenn schwierig ist und selbst wenn es nicht versteht.

00:35:16: Aber halt nicht absichtlich falsche Name oder so benutzt Und halt einfach Akzeptanz würde ich sagen.

00:35:27: Ich weiß nicht wie ich das Wasser ausdrücken kann.

00:35:39: Was würdest du denn, also du persönlich jungen Menschen mitgeben wollen quasi sich jetzt so als ein finales Statement sozusagen die sich jetzt genau in dieser Phase befinden sozusagen Orientierungsphase Unsicherheiten das Gefühl irgendwie nicht ganz dazu zu gehören.

00:36:05: Was würdest du den jungen Menschen mitgeben wollen?

00:36:09: Das ist eine schöne Frage, da fühle ich mich fast schon immer in meine eigene Jugend zurückversetzt.

00:36:15: jetzt überlege ich gerade mal was hätte ich vielleicht auch gerne gehört damals.

00:36:21: Ich denke zum einen dass es voll in Ordnung ist so zu fühlen wie man gerade fühlt Und dass es wichtig ist, dass alle Gefühle und Emotionen ihren Platz und Raum haben.

00:36:33: Dass das okay ist auch mal verunsichert zu sein dadurch oder es gar kein Problem ist wenn man auf der Identität suche ist vielleicht noch nicht so ganz klar ist wer bin ich wir möchte überhaupt sein.

00:36:50: Wichtig ist sich auch einfach auszuprobieren und zu schauen so, was passt zu mir?

00:36:54: Wo fühle ich mich wohl?

00:36:55: mit welchen Menschen fühle Ich mich wohl?

00:36:59: Ja schön zu gucken auf sich achte zu geben Sich auch bei bedarf Unterstützung zu holen entweder Bei den Eltern falls das geht und oder In der Schule fast die offen und zugewandt ist oder über andere Stellen wie eben uns Und da irgendwie Kontakt aufnehmen sich nicht zu scheuen, offen damit umzugehen.

00:37:24: Sofern man sich sicher fühlt gegenüber gewissen Personen und ja, sich einfach auszuprobieren.

00:37:32: Ich glaube das ist vielleicht das allerwichtigste und nicht so streng witzig selber zu sein.

00:37:36: Das fügt sich meistens schon alles

00:37:38: wie älter man wird.

00:37:43: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:37:44: Und falls ihr Feedback oder Ideen habt schreibt uns gerne auf Insta.

00:37:48: Ihr findet uns unter jam-satmobil Und falls ihr selber mal ein Podcast machen wollt und oder eine Idee für ein spannendes Thema habt, könnt ihr uns auch gerne schreiben.

00:37:57: Oder ihr kommt einfach vorbei!

00:37:58: Wir sind jeden Donnerstag für euch im Community-Raum von Boulevard Berlin auf der Schlossstraße – immer von vierzehn bis siebzehn Uhr.

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